Der Gärtner von Vosnon: André Gorz und die Wege der Freiheit

WDR 3 Kulturfeature - 16.09.2017

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"Am besten im Frühling sterben" - Dieter Leisegang, ein verlorener Dichter der 60er-Jahre

WDR 3 Kulturfeature - 02.12.2017, von Anja Hirsch und Ulrich Rüdenauer

Eine Wiederentdeckung: Der Lyriker Dieter Leisegang war ein unzeitgemäßer und vielseitig begabter Geist. Das Literatur-Feature erzählt von diesem Vergessenen – und von einer literarischen Welt der Sechziger, in der sich oftmals nur das Provokante durchgesetzt hat.

Dieter Leisegang, Autor, Philosoph und Übersetzer (1942-1973), wikimedia commons

Nach der Sendung hier zum Nachhören, befristet bis zum 9. Dezember 2017.

Eine Wiederentdeckung: Der Lyriker Dieter Leisegang war ein unzeitgemäßer und vielseitig begabter Geist. Das Literatur-Feature erzählt von diesem Vergessenen – und von einer literarischen Welt der Sechziger, in der sich oftmals nur das Provokante durchgesetzt hat. "Goldstaub" nannte Reiner Kunze Ende der 70er-Jahre die Lyrik von Dieter Leisegang und wunderte sich, dass die Literaturkritik diesen Dichter praktisch nicht wahrgenommen hat. Damals war Leisegang bereits einige Jahre tot: 1973 hatte er sich im Alter von 30 Jahren erschossen. In diesem Jahr wäre er 75 geworden. Vom "Goldstaub" scheint nichts geblieben zu sein. Man muss schon ein Auge für Nanopartikel haben, um noch Spuren von Dieter Leisegang und seinen Texten zu finden: Seine Bücher sind längst nicht mehr lieferbar, und man kann die Menschen an einer Hand abzählen, die aus persönlicher Kenntnis Zeugnis über ihn ablegen können.

Dass es sich aber lohnt, diesen wenigen Fährten zu folgen, zeigen Anja Hirsch und Ulrich Rüdenauer in ihrem Feature über einen schon zu Lebzeiten Vergessenen, der vielleicht einfach nur nicht laut genug war - für seine Zeit und deren Literaturbetrieb.

Ausstrahlung am 2. Dezember 2017, Wiederholung am 3. Dezember 2017
Von: Anja Hirsch und Ulrich Rüdenauer
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion: SWR 2013