Die sieben Leben der Marina Abramović: Der Körper als Kunstwerk

WDR 3 Kulturfeature - 21.04.2018

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"Stellen wir uns vor, wir wären alle Pferde": Die Surrealistin Leonora Carrington

WDR 3 Kulturfeature - 07.04.2018, von Manuela Reichart

Die surrealistische Malerin und Schriftstellerin Leonora Carrington war Tochter aus reichem englischen Haus, aufmüpfig, schön und begabt. Ihre Bilder sind auf dem Kunstmarkt begehrt und teuer.

Leonora Carrington, el universal/picture alliance

Nach der Sendung am Samstag hier zum Nachhören, befristet bis zum 14. April 2018.

Sie war die große Liebe von Max Ernst, und sie war – wie sein Sohn sich erinnerte: "die schönste Frau, die ich je gesehen habe". Als 20-jährige wird Leonora Carrington vom viel älteren Malerfürsten in die Kunst eingeführt, lebt mit ihm in Frankreich und wird verrückt, als er Anfang des zweiten Weltkriegs deportiert wird. Über ihre Psychiatrie-Erfahrung hat sie einen eindrucksvollen Erfahrungsbericht geschrieben, Jahre später dann einen surrealen, genuin feministischen Roman über alte Frauen und das Ende einer männlich geprägten Menschheit. Seit den 1940er Jahren lebte die 1917 geborene Malerin und Schriftstellerin, die 2010 starb, in Mexiko City. Einer Surrealistin wie ihr gilt das Gedenken zum 101. Geburtstag, denn runde Geburtstage waren ihr ebenso verhasst wie folgsame Frauen und spießige Debütantinnenbälle.

Ausstrahlung am 7. April, Wiederholung am 8. April 2018
Von Manuela Reichart
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion WDR 2010