Vatertage

WDR 3 Hörspiel - 05.05.2018, von Wolfgang Roth

Prägt die Beziehung zum Vater die zum eigenen Sohn?

Mann trauert an einen Grabstein gelehnt, dpa Picture-Alliance / Catherine

Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Download zur Verfügung.

Das Grab seines Vaters, eines ehemaligen Kriegsgefangenen, soll eingeebnet werden. Deswegen kehrt der Sohn zurück. Er möchte es ein letztes Mal sehen. Inzwischen ist er selbst Vater eines Sohnes, der ihn auch auf dieser Reise begleitet. Es begleiten ihn aber auch die Erinnerungen an das Klima seiner Kindheit, eine Zeit des Wartens und Nicht-Verstehens. Der heimgekehrte Vater, der ihn einst im Brief aus dem Krieg "innig liebte", hielt nach seiner Rückkehr nur noch Schläge für ihn bereit. Es gab Aussprachen mit dem Onkel, die ihm die Grausamkeit des Vaters durch Krieg und Gefangenschaft erklärten. Trotzdem war es eine Erleichterung, als der Vater endlich seiner Tuberkulose erlag.

Was bedeuten all diese Gedankenfetzen vor dem Hintergrund der heutigen Gespräche mit dem eigenen Sohn? Zumal der, ohne von den Schlägen zu wissen, konstatiert: "Wenn du mich schlagen würdest: Mann, ich würde dich hassen!" Zwei Vater-Sohn-Beziehungen, die aufeinander einwirken. Das Hörspiel ist eine Aufarbeitung mit leisen Tönen, die versucht, beiden Seiten, den Vätern wie den Söhnen, gerecht zu werden.

Besetzung
BodoRaphael Alexander Meuther
Mädchen / GisaJohanna Bergmann
HorstMarius Wurth
2. MädchenSelina Wallersheim
Kranker MannDimitri Tellis
ArztGerd Mayen
Frau / MutterChristiane von Poelnitz
Onkel HansWerner Wölbern
VaterHans Peter Hallwachs
SohnRobin Bamberg

Von Wolfgang Roth
Technische Realisation: Gertrudt Melcher
Regie: Claudia Johanna Leist
Produktion: WDR 2000/39'

Redaktion: Christina Hänsel

Ausstrahlung: 5. Mai 2018 in WDR 3, 6. Mai 2018 in WDR 5