Väter haben sieben Leben

WDR 3 Hörspiel - 13.05.2018

00:00:00
00:52:57

Väter haben sieben Leben

WDR 3 Hörspiel - 13.05.2018, von Martin Becker und Schorsch Kamerun

Der Vater als Erzeuger und Macher

 Familie: Vater, Mutter, Kinder, Mann, im Sessel sitzend, Junge, spielend, Mädchen, Bier einschenkend, Frau, Zeitung zeigend, Innenansicht Wohnzimmer, WDR / Michael Fehlauer

Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Download zur Verfügung.

Alle reden vom Papa. Und alle haben Fragen dabei. Warum sitzt der Kerl immer noch in seinem Sessel, obwohl er längst unter der Erde ist? Wieso hält er lieber mit seinem Köter Händchen als mit uns? Und was wollte man ihm eigentlich schon immer mal sagen, so mitten ins Gesicht? Vielleicht einfach nur, dass er endlich aufhören soll, industriell hergestellten Schinken zu kaufen? Eine reale Väterzertrümmerung, ein gefaktes Unsterblichkeitsfest, ein Abgesang in Liedern, der von Weihnachten bis Mitternacht reicht. Eine knallige Gala über das Wesen des Erzeugers. Der Kaputtbare, der Saufende, der Feige, der unsterbliche Alte. Es geht um einen Vater, der sieben Leben hat. Und um einen anderen, der gar keins mehr hat.

BesetzungKönig VaterMichael WittenbornDie ewige TochterRuna Pernoda SchaeferGala-ModeratorMartin Becker

Die Hörspiel-Kooperation von 1LIVE und WDR 3 - Pop trifft Politik, Doku trifft Drama, Herz trifft Schmerz. Jeden Montag!

Von Martin Becker und Schorsch Kamerun
Musik: Schorsch Kamerun
Regie: die Autoren
Produktion: WDR 2014/53’
Redaktion: Natalie Szallies

Ausstrahlung: 13. Mai 2018 in WDR3, 14. Mai 2018 in 1LIVE

Familienaufstellung - Geschichten über die Keimzelle unserer Gesellschaft
WDR 3 Hörspiel-Reihe vom 7. Mai – 13. Mai 2018

Jeder hat eine. Die meisten lieben sie – irgendwie: ihre Familie. Sie bringt uns hervor, sie prägt uns, los werden wir sie unser Leben lang nicht. Sie ist unentrinnbar. Und das ist das Tröstliche sowie Beängstigende an ihr. In sechs Produktionen blickt das WDR 3 Hörspiel auf uns in unserer Sippe. Dabei zuzuhören ist lustig, spannend, rührend, frappierend – und immer wieder entlarvend.

Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Download zur Verfügung.

"Wir sollten mit unseren Müttern reden, solange sie da sind" – Marietta Schwarz beobachtet, wen sie am besten kennt: ihre Mutter. Die Interviews fördern teilweise überraschende Antworten zu Tage, aber auch Fragen, die bis dahin nie gestellt wurden: über die Liebe oder Muttis Vorliebe für Vorwerk-Staubsauger.

Mutti hätte gerne studiert. Sie heiratete nicht ihre große Liebe und sie zog drei Kinder groß. In der Küche hängt ein Kreuz und im Schlafzimmer ein Foto vom Papst. Die Gespräche wurden zuhause bei Mutti und Papa im Rhein-Main-Gebiet geführt: Beim Teig- Kneten, Feldsalat-Putzen und im Nähzimmer. "Mutti und ich" verleiht einer Generation die Stimme, die oft schweigen musste - nämlich der der Nachkriegsfrauen. Ehrlich, albern, mitunter melancholisch.

Von Marietta Schwarz
Regie: die Autorin
Autorenproduktion 2016/31'
Redaktion: Christina Hänsel

Ausstrahlung: 07. Mai 2018

Blut ist dicker als Wasser, heißt es im Volksmund. Aber Familienbande verbinden nicht nur, sondern können sich zu einem gefährlichen Konstrukt aus Vorwürfen, Kränkungen und ungeheilten Wunden auswachsen. Ein Bruder und eine Schwester befinden sich in einem Segelflugzeug. An diesem Ort, hoch über den Wolken, in dieser Enge, scheinbar losgelöst von allem, beginnt die Anklage.

Mit Georg Schuchter und Elisabeth Endriss.

BesetzungMannGeorg SchuchterFrauElisabeth Endriss

Aus urheberrechtlichen Gründen kann das Hörspiel leider nicht zum Download angeboten werden. Sie können die Sendung aufzeichnen. Auf unserer Seite "Der WDR RadioRecorder" finden Sie dazu einige Tipps.


Von Jürgen Seidel
Regie: Götz Fritsch
Produktion: BR 1987/25'
Redaktion: Jan Buck

Ausstrahlung: 08. Mai 2018

Tag für Tag öffnet er morgens das Fenster. Tausende Male schon. Aber warum? Warum öffnet einer das Fenster, wenn doch nur Kälte, Lärm und Staub hereinkommen? Weil es eine Mutter gibt, die will, dass man es sofort wieder schließt. Weil sie über das Fenster bestimmt, obwohl sie doch schon längst tot ist. Wie viele Minuten, Stunden, Tage vergeudet man mit einem sinnlosen Akt der Rebellion gegen eine tote Mutter? Und was wäre eigentlich, wenn man das Fenster einfach zuließe? Würde es dann beginnen, das eigene Leben? Oder ist es dafür nicht schon längst zu spät?

BesetzungKarl HeinzChristian Klischat


Von Karl-Heinz Bölling
Regie: Ulrich Lampen
Produktion: SWR 2017/36'
Redaktion: Christina Hänsel

Ausstrahlung: 09. Mai 2018

Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Download zur Verfügung.

Ein pensionierter Stadtdirektor erschlägt seine Frau - und weigert sich, das Tatmotiv zu nennen. Für den ermittelnden Kölner Hauptkommissar Henry Forelle Grund genug, diese "Mordsache" nicht zu schließen. 15 Jahre später rollt er sie tatsächlich wieder auf. Neue Erkenntnisse lassen vermuten, dass der Tod der Tochter dieses Paares, der zunächst als Selbstmord galt, doch ein Mord gewesen sein könnte. Mögliche Tatwaffe: "Bitterlieb", ein Gedicht des Meistersingers von Nürnberg, Hans Sachs.


Von Bernhard Pfletschinger
Technische Realisation: Rike Wiebelitz und Sebastian Nohl
Regie: Christoph Pragua
Produktion: WDR 2010/54'
Redaktion: Christina Hänsel

Ausstrahlung: 11. Mai 2018 in WDR 3, 12. Mai 2018 in WDR 5

BesetzungHenryThomas AnzenhoferRobbyPeter NottmeierSandraClaudia MischkeKarinEva GargStephanieCamilla RenschkeFalkenbergJosef QuadfliegFelicitasMareike HeinNedimOzan AkhanTaxifahrerVittorio AlfieriJVA-BeamtinSusanne BredehöftDirk SchlenkerRolf BergStimmeWilfried Schmickler

Eine Tochter blickt zurück. Auf Szenen zwischen einem sterbenden Vater, einer greisen Mutter und einer alternden Tochter - sie selbst. Ihr Blick, voller Erinnerungen, ist kalt und liebevoll, vergeltungssüchtig und versöhnt, aggressiv und resigniert. Heftige Schwankungen des Gefühls, reißende Ambivalenzen.

Die Tage und Nächte am Bett des delirierenden Vaters, die sich wandelnde Beziehung zur Mutter, die nach dem Tod des Vaters in kürzester Zeit zur Greisin wird, erlebt die Tochter wie eine Expedition ins Familieninnere: mütterliche Angstinfusionen und väterliche Besorgnismanien, empörte Entsagung und katastrophenträchtiges Schweigen. Tatsächlich gibt es nichts mehr aufzudecken. Aber das Geahnte will in Worte gefasst, dingfest gemacht werden. Ach, warum wird man nur so alt!

Mit Nicole Heesters


Von Claudia Wolff
Technische Realisation: Rudolf Stückrath, Daniel Velasco-Schwarzenberger, Gabriele Neugroda und Benno Müller vom Hofe
Regie: Ulrich Gerhard
Produktion: WDR/SWR/SFB/DLF 2001/55'
Redaktion: Christina Hänsel

Ausstrahlung: 12. Mai 2018 in WDR 3, 13. Mai 2018 in WDR 5

Aus urheberrechtlichen Gründen kann das Hörspiel leider nicht zum Download angeboten werden. Sie können die Sendung aufzeichnen. Auf unserer Seite "Der WDR RadioRecorder" finden Sie dazu einige Tipps.